Fr. 18.09
20:00, Stadttheater Bruneck
Flamenco sin Género(s), kuratiert von Esther Regueira Mauriz, ist ein Projekt, das die gewagtesten Ausdrucksformen des zeitgenössischen Flamenco erkundet. Indem es Tradition und Avantgarde in einen Dialog bringt, präsentiert die Reihe Werke, die Genregrenzen und konventionelle Etikettierungen überwinden und den Flamenco als lebendige, marginale und sich in ständiger kritischer Weiterentwicklung befindliche Kunstform beleuchten.
Im Stadttheater Bruneck stehen folgende Künstler auf dem Programm: Rocío Márquez mit Himno vertical und Los Voluble mit Flamenco is not a crime.
Himno Vertical von Rocío Márquez
Himno Vertical ist eine Zusammenarbeit der andalusischen Sängerin Rocío Márquez mit dem Gitarristen Pedro Rojas Ogáyar. Gemeinsam verwandeln sie das Requiem – traditionell die Messe zum Gedenken an die Verstorbenen – in ein Werk, das nicht nur das Ende, sondern auch den Anfang, die Entwicklung und die Verwandlung zelebriert. Das auf Offenheit und Veränderung angelegte Werk erschafft einen vielstimmiger Resonanzraum und wird zu einem Ritual des Abschieds und des Aufbruchs zugleich, einer Zeremonie, die dazu einlädt, Leben und Tod nicht als Gegensatz, sondern als Teil einer fortwährenden Bewegung zu begreifen. Die Stimme von Márquez und die Gitarre von Rojas Ogáyar schaffen einen intimen Klang. Improvisation und künstlerische Freiheit treffen auf die tiefen Wurzeln des flamenco jondo und Anklänge klassischer und zeitgenössischer Poesie.
Flamenco is not a crime von Los Voluble
Flamenco is not a crime ist ein audiovisuelles Performanceprojekt des andalusischen Brüderduos Los Voluble. Es verbindet Flamenco mit elektronischer Musik, Videokunst und politischer Remix-Kultur. Inspiriert von der Bewegung „Free Party Is Not a Crime“ knüpft das Projekt an frühere Arbeiten an, im Mittelpunkt stehen Themen wie gemeinsames Feiern, kultureller Austausch und die kreative Kraft des Remix. Mit Archivmaterial und Live-Videomontagen zeigen Los Voluble den Flamenco in einem neuen Zusammenhang. Sie verbinden ihn mit Musikstilen wie Gqom, Footwork, Experimental Dub, Grime und Reggaeton. So entsteht ein Flamenco, der offen für neue Einflüsse ist und Tradition mit Gegenwart verbindet. Flamenco is not a crime versteht Flamenco als lebendige Kunstform – offen, vielfältig und ständig im Wandel.
Das Ticket gilt für beide Vorstellungen.
Himno Vertical von Rocío Márquez
Dauer
45'
Auf der Bühne
Rocío Márquez und Pedro Rojas Ogáyar
Musikalische Komposition
Rocío Márquez und Pedro Rojas Ogáyar
Texte
Rocío Márquez, in Zusammenarbeit mit Carmen Camacho
Regie und Dramaturgie
Fran Torres
Bühnenbild, Kostüme und Choreografie
Roberto Martínez
Lichtdesign
Benito Jiménez
Ton
Javi Mora
Bühnenelemente
Antonio Godoy und Pablo Pujol
Produktion
Ernesto Novales und María Velasco
Eine Produktion von
DELIRIOYROMERO PRODUCCIONES SL
Mit Unterstützung von Agencia Andaluza de Instituciones Culturales, Junta de Andalucía
Mit Tourneeunterstützung von INAEM - Instituto Nacional de las Artes Escénicas y de la Música, Ministerio de Cultura
Flamenco is not a crime von Los Voluble
Dauer
45'
Live-audiovisueller Remix
Los Voluble
Technische Koordination
Benito Jiménez
Eine Koproduktion von
Los Voluble und Telegrama Cultural
Info
Das Ticket gilt für beide Vorstellungen.
Image credits:
Ariel Martini