©Festival Transart/Gregor Khuen Belasi

VESTER DLACIA (2020)

ARON DEMETZ

Wann
Von
12.09.20
Bis
26.09
18:00 - 18:00 Uhr
Wo

EOS Solutions

G. D. Vittorio Str. 23
39100 Bozen

Map+Info

◎ VESTER DLACIA (2020) ◎
Aron Demetz

 

18.00 Uhr > Einweihung der Skulptur + Tanzperformance von Sarah Merler @ Kreisverkehr Kreuzung Voltastr. und Siemensstr.

19.00 Uhr > Ausstellungseröffnung @EOS Solutions

13.09. - 26.09. > Öffnungszeiten der Ausstellung @EOS Solutions 
Dienstag - Samstag 10.00 - 13.00 Uhr & 15.00 - 18.00 Uhr

 

Das aufragende Profil des aus Göflaner Marmor gehauenen Berges, dessen kristalline Dichte für reines Weiß und Festigkeit steht, wird in einer seiner Ansichten mit einer fast senkrechten Wand unterbrochen, auf der eine menschliche Figur freigelegt ist. Die überlebensgroße Silhouette des Körpers durchbricht gänzlich den Berg und erinnert in Haltung und Form an den Fund des Mannes im Eis. Er überdauerte die Jahrtausende bis das abschmelzende Eis ihn an unsere Gegenwart frei gab. Der Südtiroler Bildhauer Aron Demetz wurde vom Kunstmäzen und Sammler Heinrich Gasser eingeladen, diesen Zeitzeugenmoment in eine Skulptur zu fassen, der aus Südtirol nicht mehr wegzudenken ist und selbst zur Ikone seiner Historie wurde. In seiner bildhauerischen Praxis befragt Demetz die Intimität seiner verwendeten Materialien. Dem Stein, dem Holz, selbst dem verwendete Gussmaterial legt er ein sinnbildliches Weiterwachsen nahe. Sei es, dass Harz aus den Öffnungen fließt, er das Holz zu einem weichen Flaum formt, der die Konturen des Körpers umspielen lässt oder zarte Rosenranken sich mit dem Schamottgemisch des Bronzeguss verbinden. Umso eindringlicher wird die architektonische Repräsentation des Marmors zum schmelzenden Eis und der Körper zur überdauernden Geschichte, die sich gleich seiner Jahrtausende überdauernden Verborgenheit unwiderruflich aus dem Marmor stanzt. So wird die Skulptur zum Symbol des Fortlebens des Menschen, dem aber auch eingerechnet ist, entsprechend dem Marmor, zu diesem ephemeren Moment der Vergänglichkeit wieder zurück zu kehren. So ist es auch nicht wichtig, den Namen zu nennen, den ihm sein Fundort gab. (Karin Pernegger)

Vester dlacia / Essere ghiaccio / Eis sein, 2020
Göflaner Marmor / Marmo di Covelano
8 m x 6 m x 6 m
300 t 

 

WHERE DID THE ICE GO?
Choreographie + Tanz: Sarah Merler

Die Choreographin und Tänzerin Sarah Merler hat sich für ihre Tanzperformance mit dem Thema Gletscher auseinandergesetzt: Ein Gletscher schmiegt sich an die Landschaft und formt sie, wenn er das Tal hinunterfließt. Dies geschieht in mikroskopisch kleinem Maßstab, da Bewegungen innerhalb und zwischen einzelnen Eiskristallen auftreten. Sie können aneinander vorbeigleiten, brechen und sich verformen und umkristallisieren, um neue Körner zu bilden. Gletscher fließen nicht nur, sie schmelzen auch in besorgniserregendem Tempo und geben dabei immer wieder neue Schätze frei. 

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